Die Jury

Die Juror:innen des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises Paul Jandl, Hasnain Kazim, Esra Küçük, Christine Lötscher, Ijoma Mangold, Barbara Mundel und Sighard Neckel repräsentieren unterschiedliche Professionen, um sich mit den eingereichten Texten interdisziplinär auseinandersetzen zu können. Sie verbindet die Liebe zur Literatur und ein ausgeprägtes persönliches wie auch professionelles Interesse an den gesellschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit.

Paul Jandl

arbeitet seit den frühen neunziger Jahren als Feuilletonjournalist und Kritiker für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG mit Stationen in Wien, Salzburg und Berlin.

Während dieser Zeit berufliche Ausflüge als Kulturkorrespondent bei der WELT und als Programmmacher bei österreichischen Literaturverlagen. Lehraufträge in Tübingen, Klagenfurt, Hildesheim und St. Louis. Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik 2005.
Paul Jandl wurde in Wien geboren und studierte hier Germanistik und Philosophie. Zuletzt erschien im Grazer Droschl-Verlag Gedankenspiele über das Glück.
 

Hasnain Kazim

lebt als freier Autor und Journalist in Wien. Er war viele Jahre Redakteur für SPIEGEL ONLINE und den SPIEGEL, die meiste Zeit Auslandskorrespondent mit Stationen in Islamabad/Pakistan, Istanbul/Türkei und Wien/Österreich.

Er studierte Politikwissenschaften an der Universität Hamburg und absolvierte eine Laufbahn als Marineoffizier. Er ist Verfasser von fünf Büchern: Grünkohl und Curry. Die Geschichte einer Einwanderung (2009), Plötzlich Pakistan. Mein Leben im gefährlichsten Land der Welt (2015), Krisenstaat Türkei. Erdogan und das Ende der Demokratie am Bosporus (2017), Post von Karlheinz. Wütende Mails von richtigen Deutschen – und was ich ihnen antworte (2018) und Auf sie mit Gebrüll! …und mit guten Argumenten. Wie man Pöblern und Populisten Paroli bietet (2020).

Esra Küçük

ist Geschäftsführerin der gemeinnützigen Allianz Kulturstiftung, die multilaterale Kunst-, Kultur- und Bildungsprojekte in Europa und im Mittelmeerraum initiiert und fördert u.a. auch den Jean Améry Preis für europäische Essayistik.

Die in Hamburg geborene Politikwissenschaftlerin beschäftigt sich mit den Zukunftsfragen einer Gesellschaft im Wandel und war zuletzt Mitglied des Direktoriums im Maxim Gorki Theater. Dort arbeitete sie an der Entwicklung von Erzählungen für eine vielfältige Stadtgesellschaft und schuf mit dem Gorki Forum einen Ort für diese Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Kultur, Wissenschaft und Politik.

Christine Lötscher

ist Professorin für Populäre Literaturen und Medien am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft - Populäre Kulturen der Universität Zürich. Außerdem ist sie als Literaturkritikerin für verschiedene Medien tätig.

Ijoma Mangold

ist kulturpolitischer Korrespondent der ZEIT. Nach Stationen bei der Berliner Zeitung und der Süddeutschen Zeitung, ist er seit 2009 bei der ZEIT, deren Literaturchef er von 2013-2018 war. Mit Amelie Fried moderierte er die ZDF-Sendung Die Vorleser. Mangold ist Träger des Berliner Preises für Literaturkritik, hatte Gastprofessuren in Göttingen und St. Louis und ist ständiger Kritiker im Lesenswert-Quartett des SWR.

Er studierte Literaturwissenschaften und Philosophie in München und Bologna. Im Sommer 2017 erschien sein Buch Das deutsche Krokodil - Meine Geschichte beim Rowohlt Verlag.

Barbara Mundel

ist Intendantin der Münchner Kammerspiele. Von 1999 bis 2004 war sie Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 Intendantin am Theater Freiburg.

Sie prägte die programmatische Frage nach einem „Stadttheater der Zukunft“. Von der Zeitschrift „Die deutsche Bühne“ wurde das Theater Freiburg unter ihrer Intendanz mehrfach für seine „ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ ausgezeichnet. 

Nach dem Studium der Neueren Deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft war sie ab den 1980er Jahren als Dramaturgin am Theater Basel, an der Volksbühne Berlin, den Münchner Kammerspiele und der Ruhrtriennale sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt Musiktheater (unter anderem an der Oper Frankfurt und den Salzburger Festspielen) beschäftigt.

Sighard Neckel

ist Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Er studierte Soziologie, Rechtswissenschaft und Philosophie an der Universität Bielefeld und der Freien Universität Berlin.

1990 promovierte er mit einer Arbeit über Status und Scham, 1996 habilitierte er sich im Fach Soziologie mit einer Gemeindestudie zum politischen Wandel in Ostdeutschland. Danach folgten Professuren u.a. in Gießen, Wien und Frankfurt a.M., bevor er 2016 an die Universität Hamburg berufen wurde. Gastprofessuren und Fellowships führten ihn in die USA, nach Südkorea, Australien, Polen, Griechenland und in die Schweiz. Zahlreiche Publikationen, u. a.: Flucht nach vorn. Die Erfolgskultur der Marktgesellschaft (2008), Strukturierte Verantwortungslosigkeit. Berichte aus der Bankenwelt (2010), Sternstunden der Soziologie (2010), Leistung und Erschöpfung (2013), Die Gesellschaft der Nachhaltigkeit (2018), Die globale Finanzklasse (2018).

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