Ivna Žic

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(c) Benedikt Schnermann

... erhält den WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für ihren Text „Die Unversehrten“. „Ein Text, der Wagnis mit Offenheit verbindet, Dringlichkeit mit hoher Literarizität. Kein Satz ist zufällig, und doch bleibt der Text unglaublich beweglich“, so die Jury.

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„Die Zeit ist heute.“

Ivna Žic (*1986 in Zagreb) lebt als freie Schriftstellerin und Theaterregisseurin in Wien und Zürich. Sie schreibt Prosa, Essays, Texte für das Theater und übersetzt aus dem Englischen und Kroatischen. Ihr Debütroman „Die Nachkommende“ (Matthes & Seitz Berlin, 2019) war für den Schweizer und den Österreichischen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Anna-Seghers-Preis 2020 und dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis 2022 ausgezeichnet. Der Essayband „Wahrscheinliche Herkünfte“ (Matthes & Seitz Berlin, 2023) wurde 2024 mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Ihre Theaterarbeiten sind im gesamten deutschsprachigen Raum zu sehen.

Die Begründung der Jury

Was ist Lebenszeit? Wie erfahren wir sie unter Bedingungen einer Krankheit? Was, wenn die eigenen Aktivitäten, wie im Fall von Long Covid, auf wenige Stunden am Tag reduziert sind? Aus Weltgebundenheit wird Hausgebundenheit, wie Ivna Žic schreibt, wird eine Situation, die den Körper einschließt und ihn fremd werden lässt. Nie zu wissen, wann der Körper überfordert sein wird, ist eine existentielle Frage, die sich nicht alleine aus dem Jetzt der Krankheit beantworten lässt, und schon gar nicht mit der Fiktion eines Normalzustands.

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„Ein Text, der Wagnis mit Offenheit verbindet, Dringlichkeit mit hoher Literarizität.“

Jurystatement