Freitag, 27.05.2026 19:30
Leben im Dazwischen

(c) Nina Tetri; (c) Felix Ernst
WORTMELDUNGEN im Crespo Open Space: Neue Bücher von Liv Thastum und Volha Hapeyeva
Lesungen und Gespräche
Moderation: Beate Tröger
Veranstaltungsort: Open Space im Crespo Haus, Weißfrauenstr. 1-3, 60311 Frankfurt
Eintritt frei
Identität und Zugehörigkeit reflektieren, in Landschaften auf Spurensuche gehen, Sprachen erproben und kombinieren – dies sind Themen und Herangehensweisen, die in den Texten „åben die erda“ von Liv Thastum und „Wörterbuch einer Nomadin“ von Volha Hapeyeva zentral sind. Auch wenn das eine ein Lyrik- und das andere ein Essayband ist, so scheinen sie sich doch gegenseitig zu belegen, zu kommentieren, zu ergänzen. Über diese besondere Verbindung beider Arbeiten bringt die Moderatorin Beate Tröger die Autorinnen ins Gespräch.
Volha Hapeyva hat 2022 den WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis für ihren Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ verliehen bekommen. Liv Thastums Text „Abzulegen, das Blau“ wurde 2024 mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis ausgezeichnet.
Volha Hapeyeva, 1982 geboren in Minsk, Belarus, ist Lyrikerin, Autorin, Übersetzerin, Künstlerin und promovierte Linguistin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Rotahorn-Preis (2021), den Wortmeldungen-Literaturpreis (2022) und den manuskripte-Preis (2025). Volha Hapeyevas Gedichte wurden in mehr als 15 Sprachen übertragen. Auf Deutsch erschienen die Gedichtbände „Mutantengarten“ (2020) und „Trapezherz“ (2023), die Romane „Camel Travel“ (2021) und „Samota. Die Einsamkeit wohnte im Zimmer gegenüber“ (2024) sowie der Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ (2022). Seit 2020 schreibt Volha Hapeyeva auch auf Deutsch und wohnt als Nomadin in Österreich und Deutschland.
Liv Thastum, geboren 1997 in Berlin, schreibt Gedichte, Essays und szenische Texte auf Deutsch, Dänisch und zwischen den Sprachen. Sie studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, Biel und Berlin. Ihre Texte wurden in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften im deutschen und skandinavischen Raum veröffentlicht und performt. 2024 wurde sie mit dem Wortmeldungen Förderpreis ausgezeichnet und war Lyrikfinalistin beim 32. Open Mike, 2025 nominiert beim Literarischen März in Darmstadt. Liv Thastum übersetzt zwischen Deutsch und Dänisch. „åben die erda“ ist ihr Debüt.