Preisträger 2019

Der WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2019 wurde am 25. Mai an Thomas Stangl verliehen.

Filmportrait Thomas Stangl

Die Begründung der Jury zur Verleihung des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises an Thomas Stangl: „Der österreichische Schriftsteller hat in seiner Geschichte eines der großen Themen unserer Zeit in den Mittelpunkt gestellt: Die Alten in unserer Gesellschaft – wie es ihnen geht, wenn sie dement werden und krank, wie es ihnen geht, wenn sie vergessen werden. Viel ist über dieses Thema schon geschrieben worden, doch Thomas Stangl gelingt etwas ganz Besonderes: Er macht die alten und kranken Menschen nicht zu Objekten, die er beschreibt, sondern er macht uns, die Leser, zum Subjekt. Auf diese Weise führt er vor, wie eben diese Menschen unserer Gesellschaft gewissermaßen einen Spiegel vorhalten, in dem wir sehen, wie viel ihr Schicksal mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun hat.“

Der Text des Preisträgers 2019

Thomas Stangl erhielt den WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2019 für seinen Text „Die Toten von Zimmer 105“. Der Text ist am 23. Mai 2019 in dem Erzählband „Die Geschichte des Körpers“ im Droschl Verlag erschienen. „Es ist ein Text, der erschüttert, aber vor allem wachrüttelt.“, so die Jury.

Thomas Stangl „Die Toten von Zimmer 105“ (PDF)

 

Die Laudatio

Stephan Lebert: Laudatio auf Thomas Stangl

Der Preisträger

Thomas Stangl (geb. 1966) hat Philosophie und Hispanistik studiert und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Seine Romane und Essaybände sind im Grazer Droschl-Verlag erschienen, zuletzt im Frühjahr 2018 der Roman Fremde Verwandtschaften. Thomas Stangl hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 2004 den „aspekte“-Literaturpreis, 2007 den zweiten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb sowie den Literaturpreis der Deutschen Wirtschaft und 2011 den Erich-Fried-Preis.