Der Literaturpreis für kritische Kurztexte

WORTMELDUNGEN gesucht: Welche literarische Stimme trifft den Nerv der Zeit?

Die in Frankfurt am Main ansässige Crespo Foundation lobt seit 2017 jährlich ihren Literaturpreis aus: WORTMELDUNGEN – Der Literaturpreis für kritische Kurztexte. Der mit 35.000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende deutschsprachige literarische Texte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen. Er wurde 2018 erstmalig verliehen.

„(…) die Literatur kann es sein, die der Gesellschaft ihre noch ungelösten Aufgaben stellt“ – im Sinne dieses Zitats von Wolfgang Hilbig möchte WORTMELDUNGEN kritische Positionen zeitgenössischer Autor*innen würdigen und einen interdisziplinären Diskurs anstoßen.

Literatur ist ein Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie gibt wichtige Impulse für eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die wegen ihrer Komplexität wortsensibel behandelt werden sollten. Dies gilt umso mehr in Zeiten des Populismus.

Nicht zuletzt aus diesem Grund möchte die Crespo Foundation mit WORTMELDUNGEN literarisches Schreiben motivieren, das sich kritisch verortet.

Die Ausschreibung

In jedem Jahr haben Autor*innen die Möglichkeit, gesellschaftskritische Kurztexte bei der Crespo Foundation einzureichen. Verleger*innen, Lektor*innen, Agent*innen, Literaturkritiker*innen und Literaturvermittler*innen sind ebenfalls aufgefordert, Texte vorzuschlagen. Einsendeschluss ist jeweils der 30. September. Eine Autor*innenbiographie, eine kurze Begründung der Einreichung sowie die Kontaktdaten der*des Einreichenden sind mitzuschicken. 

Die Texte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) sollen sich literarisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen. Es können sowohl bereits veröffentlichte als auch unveröffentlichte Texte eingereicht werden. Die Texte sollten möglichst aktuell sein (maximal zwei Jahre alt), sie können bis zu 25 Seiten lang sein, eine Längen-Untergrenze ist nicht gesetzt. Dramatische Texte, Romanauszüge und Lyrik sowie ausschließlich journalistische Texte sind von der Bewerbung ausgeschlossen.

Die nächste Ausschreibung startet Anfang Juli 2019.