WORTMELDUNGEN-Förderpreisverleihung und lange Lesenacht: 10 junge Texte zu Flucht, Exil und Heimatlosigkeit

Am 25. November 2022 um 19 Uhr findet die Lesenacht mit den Shortlist Autor:innen des Förderpreises und die Preisverleihung 2022 in der jugend-kultur-kirche sankt peter statt.

„Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat.“ Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen? Diese Frage richtete die WORTMELDUNGEN-Literaturpreisträgerin Volha Hapeyeva an Nachwuchsautor:innen. "Deren literarischen Antworten beeindrucken durch einen oftmals persönlichen und direkten Blick auf das Fortgehen, Ankommen oder auch Fremdbleiben, und zeugen zugleich von einer starken solidarischen Haltung.", so die Jury.

Die zehn Autor:innen der Shortlist des WORTMELDUNGEN-Förderpreises lesen an diesem Abend Ausschnitte aus ihren Kurztexten. Im Gespräch mit Literaturkritikerin Lara Sielmann stellen sie sich und ihre Arbeit vor. Volha Hapeyeva und die Jury verleihen außerdem die WORTMELDUNGEN-Förderpreise an die drei Preisträger:innen.

Musikalisch gerahmt werden die Lesungen durch Studierende der HfMDK Frankfurt aus dem Studiojahr Schauspiel, die von Günter Lehr am Klavier begleitet werden.

 

In Lesung und Gespräch: Juli Mahid Carly, Nicole Collignon, Muri Darida, Julienne De Muirier, Anna Fedorova, Tara Meister, Sophia Merwald, Irina Nekrasov, Sophia Strasser, Jonë Zhitia

Gesang: Miguel Klein Medina, Arsalan Naimi, Miriam Schiweck und Anastasia Struzhak

Klavier: Günter Lehr

Moderation: Lara Sielmann (Kulturjournalistin und Literaturkritikerin)

Datum: 25.11.2022

Ort:jugend-kultur-kirche sankt peter, Bleichstraße 33, 60313 Frankfurt

Uhrzeit: Beginn 19.00, Einlass 18:00

Der Eintritt ist frei.

WORTMELDUNGEN auf der Frankfurter Buchmesse am 20.10.2022

 

Lesung und Gespräch mit Volha Hapeyeva um 11 Uhr

Mit „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ von Volha Hapeyeva erschien in diesem Sommer der dritte Band der WORTMELDUNGEN-Reihe der Crespo Foundation im Verbrecher Verlag. Auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage stellen Sandra Poppe (Crespo Foundation) und Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag) gemeinsam mit Volha Hapeyeva (WORTMELDUNGEN-Preisträgerin 2022), die aus ihrem Text lesen wird, den Preis und die Buchreihe vor.

2020 wurde in Kooperation mit dem Verbrecher Verlag die Buchreihe WORTMELDUNGEN ins Leben gerufen, in der fortan jährlich der Preisträger:innentext erscheint.  Eröffnet wurde sie mit dem Essay „Bauernkriegspanorama“ von Kathrin Röggla, in dem die Autorin sich mit Themen wie Rechtspopulismus, Extremismus und soziale Spaltung auseinandersetzt und ein komplexes Bild unserer gegenwärtigen Gesellschaft zeichnet. 2021 folgte der Band „Laubwerk“ von Marion Poschmann, die sich mit dem Klimawandel beschäftigt. In diesem Jahr wurde Volha Hapeyeva mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis ausgezeichnet. In ihrem Essay reflektiert sie über die Macht der Sprache und die Kraft der Poesie vor dem Hintergrund eines Lebens im Exil.

Am 20.10.2022 um 11 Uhr
Leseinsel der unabhängigen Verlage, Halle 3.1 / Stand C89

Mit Volha Hapeyeva (WORTMELDUNGEN-Preisträgerin 2022), Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag), Sandra Poppe (Crespo Foundation)

 

WORTMELDUNGEN-Förderpreis: Branchentreff und Speed-Dating mit jungen Autor:innen um 15:30 Uhr

In diesem Jahr wird der WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Förderpreis bereits zum fünften Mal vergeben. Die zehn Nachwuchsautor:innen der Shortlist werden im Rahmen der Frankfurter Buchmesse erstmalig durch ein neues Format gefördert: In einer Art Speed-Dating bekommen sie die Chance, an einem Nachmittag fünf Expert:innen aus der Literaturbranche kennenzulernen und etwas über ihre Arbeit zu erfahren.

Am 20.10.2022 um 15:30 Uhr
Raum Argument, Halle 3.C, Westseite

Mit Sabine Baumann (Schöffling Verlag), Nora Boeckl (Agentur Petra Eggers), Carolin Callies (Autorin und freie Literaturvermittlerin), ), Katrin Lange (Bayerische Akademie des Schreibens / Literaturhaus München) und Moritz Müller-Schwefe (Kiepenheuer und Witsch).

 

 

Veranstaltung im Crespo Studio am 12.10.2022: KLABAUTERMANN – Film und Gespräch zu Altern, Pflegen, Sterben mit Anke Sevenich und Boris Knopf

Anke Sevenichs gefeierter Kurzfilm KLABAUTERMANN zeigt in der Dreierkonstellation Pflegerin, Pflegebedürftiger, Angehörige in dichter Folge viele Aspekte des Alterns, Arbeitens und Sterbens im Pflegeheim und endet mit einer geradezu poetischen Offenheit. Was sie an dem hochaktuellen Thema persönlich und künstlerisch reizt, wird Anke Sevenich im Gespräch mit Cécile Schortmann erzählen. Als Experte im Bereich Pflege und Palliativmedizin wird Boris Knopf die Runde erweitern und aus seiner Praxis berichten.

Der Abend greift ein Thema auf, das die WORTMELDUNGEN bereits 2019 mit der Preisverleihung an Thomas Stangl intensiv beschäftigt hat. Stangls Erzählung DIE TOTEN VON ZIMMER 105 behandelte neben Pflege und Demenz auch die eigene Sterblichkeit. 2019 war Anke Sevenich mit ihrem Filmvorhaben Podiumsgast bei der Preisverleihung ebenso wie der Geschäftsführer des Palliativteams Ingmar Hornke. Wir freuen uns das nach wie vor aktuelle und brisante Thema anlässlich des fertiggestellten Films von Anke Sevenich nun wieder aufgreifen zu können.

Gäste: Anke Sevenich (Filmemacherin und Schauspielerin), Boris Knopf (Krankenpfleger, Bereichsleiter Patientenversorgung im Palliativteam Frankfurt)

Moderation: Cécile Schortmann (3sat kulturzeit)

Mittwoch, 12.10.2022, 19:30
Crespo Studio (im Haus des Buches), Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt

Eintritt frei

 

 

Veranstaltung im Crespo Studio am 15.9.22: Lesung von Volha Hapeyeva

Die Poesie als Heimat im Exil

Für ihren Essay Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils wurde die belarusische Autorin Volha Hapeyeva mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis 2022 der Crespo Foundation ausgezeichnet. Er ist eine kritische Reflexion auf das Verhältnis von Sprache und Macht und zugleich ein Plädoyer für die Kraft der Poesie. Darüber wird die im deutschen Exil lebende Autorin mit der freien Literaturkritikerin Beate Tröger sprechen. Außerdem wird sie aus ihrem Essay und Gedichten lesen.

Eine Veranstaltung der Crespo Foundation im Rahmen der Tage des Exils. Eine Initiative der Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Donnerstag, 15.09.2022, 19:30
Crespo Studio, Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt

Eintritt frei

Anmeldung bitte per Mail an info@wortmeldungen.org

 

 

Marion Poschmann wird 49. Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim!

Wir gratulieren Marion Poschmann ganz herzlich zu ihrem einjährigen Amt als Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Die Auszeichnung umfasst das Wohnrecht im Stadtschreiberhaus im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim, sowie ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.
Vonseiten der Jury heißt es unter anderem, ihr Essay Laubwerk sei ein literarisches Manifest zur Klimaveränderung „voller Verve und voller Nachdenklichkeit“. Diese Hervorhebung freut uns ganz besonders, denn vergangenes Jahr erhielt Marion Poschmann für genau diesen Kurztext den WORTMELDUNGEN Literaturpreis der Crespo Foundation.

Laubwerk ist als Band 2 der Wortmeldungen-Reihe im Verbrecher Verlag erschienen und kann auch hier auf der Webseite nachgelesen werden oder auch als besonderes Geräuscherlebnis in unserem ortsunabhängigen Audiowalk Die Anziehungskraft der Bäume anhören.

 

 

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