Die Jury

Die sieben JurorInnen des WORTMELDUNGEN-Preises Nina Hoss, Sandra Kegel, Cornelia Koppetsch, Stefan Lebert, Elif Özmen, Thomas Strässle und Daniela Strigl repräsentieren unterschiedliche Professionen, um sich mit den eingereichten Texten interdisziplinär auseinandersetzen zu können. Sie verbindet die Liebe zur Literatur und ein ausgeprägtes persönliches wie auch professionelles Interesse an den gesellschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit.

Nina Hoss

Nina Hoss ist eine der renommiertesten deutschen Schauspielerinnen. Sie studierte Schauspiel an der Ernst-Busch-Schule in Berlin. Neben Engagements am Deutschen Theater und an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin ist sie auch in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen.

2003 und 2005 erhielt sie den Grimme-Preis in Gold, für „Toter Mann“ und „Wolfsburg“. Für ihre Hauptrolle im Kinofilm „Yella“ wurde Hoss 2008 mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet. Im gleichen Jahr spielte sie in „Anonyma – Eine Frau in Berlin“ die Hauptrolle. 2012 erschien der Kinofilm „Barbara“ von Christian Petzold. 2014 war sie in „Phoenix“ und „A Most Wanted Man“ (Regie Anton Corbijn) zu sehen. 2016 übernahm sie die Hauptrolle in Volker Schlöndorffs RETURN TO MONTAUK und ist seit 2015 in der hochgelobten US-Serie Homeland zu sehen. Sie ist Trägerin des Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (2013) und dem „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ vom französischen Kulturministerium

Sandra Kegel

arbeitet als Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Ressort Literatur und Literarisches Leben. Sie studierte Germanistik, Romanistik sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Aix-en-Provence, Wien und Frankfurt. Sie hat das Reiselesebuch „Paris“ herausgegeben und ist Mitglied mehrerer Literaturjurys. Sie selbst hat den Ravensburger Medienpreis erhalten.

Cornelia Koppetsch

ist Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Soziologische Gegenwartsdiagnosen, Geschlechterverhältnisse, Familie und Sozialstruktur, Wandel von Identität, Arbeit und Beruf.

Koppetsch studierte Psychologie in Gießen und Hamburg. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Psychologin war sie Doktorandin von Martin Kohli im Graduiertenkolleg „Gesellschaftsvergleich“ an der Freien Universität Berlin und wurde dort promoviert. 2006 habilitierte sie sich mit einer Arbeit zum Thema „Das Ethos der Kreativen. Vom bürgerlichen Beruf zur Kultur des Kapitalismus“. Nach Vertretungs- und Gastprofessoruren an unterschiedlichen Universitäten war sie ab 2009 Akademische Rätin an der Universität Jena.

Zahlreiche Publikationen, u.a. „Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist. Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten“ (gemeinsam mit Sarah Speck. Suhrkamp: Berlin (2015).

Stephan Lebert

arbeitet nach journalistischen Stationen bei der Süddeutschen Zeitung, dem Spiegel und dem Tagesspiegel heute als Reporter bei der ZEIT und leitet dort das Ressort „Investigativ“.

Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis. Er hat mehrere Bücher geschrieben, darunter „Denn Du trägst meinen Namen“ (Blessing Verlag 2000), eine Geschichte über das schwere Erbe prominenter Nazi-Kinder.

Elif Özmen

ist Professorin für Praktische Philosophie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie studierte Philosophie, Wissenschaftsgeschichte und Deutschen Philologie an den Universitäten Frankfurt a.M. und Göttingen.

2004 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit zum Verhältnis vom Moralität und gelungenem Leben; 2010 habilitierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität mit einer Arbeit zu Wahrheit und Rechtfertigung im Liberalismus. Nach Vertretungsprofessuren in Hamburg und Regensburg war sie Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Regensburg bevor sie 2016 an die Justus-Liebig-Universität Gießen berufen wurde.

Publikationen: Politische Philosophie zur Einführung (2013), Über Menschliches. Anthropologie zwischen Natur und Utopie (Hg., 2016), Hans Kelsens Politische Philosophie (Hg., 2017).

Thomas Strässle

lehrt als Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und leitet das spartenübergreifende Y Institut an der Hochschule der Künste Bern. Er ist Präsident der Max Frisch-Stiftung an der ETH Zürich und Kritiker im Literaturclub von Schweizer Fernsehen SRF.

Thomas Strässle studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Cambridge und Paris, er promovierte mit einer Arbeit über Barockliteratur und habilitierte sich mit einer Studie über die Symboliken des Salzes in der Literatur. Daneben ließ er sich bei Aurèle Nicolet zum Flötisten ausbilden und erlangte das Konzertdiplom mit Auszeichnung.

Daniela Strigl

ist Literaturwissenschaftlerin, Kriti­kerin und Essayistin (u.a. für die FAZ, Die Welt, Falter, Der Standard u.v.a.). Seit 2007 lehrt sie am Institut für Germanistik der Universität Wien.

Sie war insgesamt 11 Jahre Jurorin beim Ingeborg Bachmann Prei­s in Klagenfurt, sowie 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises und von 2013–2015 des Preises der Leipziger Buchmesse. 2001 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Li­te­raturkritik, 2007 den Max Kade-Essaypreis und 2013 den Alfred Kerr-Preis.

Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: Marlen Haushofer. »Wahrscheinlich bin ich verrückt …« – die Biographie (5. Aufl. 2016); Marie von Ebner-Eschenbach: Leseausgabe in vier Bänden (Mithg., 2014/2015). Sonderweg in Schwarzgelb? Auf der Suche nach einem österreichischen Naturalismus in der Literatur (Mithg., 2016). »Berühmtsein ist nichts«. Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie (2016).